[Serienkritik] House of Cards - Staffel 1

http://www.movie-check.at/wp-content/uploads/2013/09/20948_pac_01_boxc.jpg






Genre Drama, Politthriller
Darsteller Kevin Spacey, Robin Wright, Kate Mara, Corey Stoll, Michael Kelly, Michael Gill, Sakina Jaffrey, Kristen Connolly
Produktion Media Rights Capital
Folgen 13 - jeweils ca. 50 Minuten





Die Serie spielt in Washington, D.C. Im Zentrum steht Francis „Frank“ Underwood, ein intelligenter, erfahrener und machtbewusster Kongressabgeordneter der Demokratischen Partei. Als Majority Whip der Demokraten ist es seine Aufgabe, die Abgeordneten auf Partei- bzw. Regierungslinie zu bringen. Als ihm der begehrte und bereits versprochene Posten des Außenministers vom neuen Präsidenten und Parteifreund Garrett Walker jedoch vorenthalten wird, sinnt Underwood auf Rache. Durch Intrigen und skrupelloses Vorgehen vergrößert er seinen politischen Einfluss, unterstützt von seiner ebenfalls berechnenden Ehefrau Claire. Frank nutzt nun sein intimes Wissen über den Politikbetrieb in Washington und instrumentalisiert unter anderem eine ehrgeizige Reporterin für seine Ziele. Quelle: wikipedia


Zuerst war ich recht skeptisch, was die Serie betrifft. Immerhin handelt es sich hier um eine politische Serie und wir wissen alle, wie langweilig und einschläfernd Politik sein kann. Allerdings muss ich wirklich sagen, dass die Serie genau das Gegenteil ist...
Frank Underwood, der Protagonist der Serie, wurde der Posten des Außenministers verweigert und deshalb sinnt er nun auf Rache. Er plant Intrigen und es wird seine Leidenschaft, sich an einer Person nach der anderen zu rächen. Dabei hat er wirklich unglaublich interessante, einfallsreiche und gut durchdachte Ideen, die oft das pure Chaos im Leben mancher Menschen entfachen. Eigentlich müsste man Frank deswegen hassen, denn er ist schon sehr berechnend. Allerdings spielt Kevin Spacey die Rolle so unglaublich gut und zeigt so viele von Franks Facetten, dass ich ihn trotzdem sehr als Charakter mag und ihm viel Sympathie entgegenbringe. Manchmal spricht Frank direkt in die Kamera und spricht sozusagen mit den Zuschauern, sodass man immer wenigstens ein bisschen weiß, was gerade in ihm vorgeht und was er eigentlich gerade denkt. Trotzdem war er meist ein wenig verschleiert und ich wusste beispielsweise fast nie, was Frank nun eigentlich plant und welche Intrigen er nun wieder ausgeheckt hat. Man muss aber wirklich mit seinem Verstand anwesend sein, sonst versteht man wirklich nicht viel. Also entspannen mit House of Cards geht meiner Meinung nach nicht so gut, denn man muss sich schon ein wenig konzentrieren. Das finde ich ein wenig blöd, denn immerhin möchte mich nicht die ganze Zeit während einer Serie konzentrieren, nur um an der Serie teilhaben zu können und nicht vollkommen verwirrt zu sein.
Neben Frank gibt es aber natürlich auch noch andere Charaktere, auch wenn diese nicht so einen großen Anteil an der Geschichte tragen und meiner Meinung auch nicht so brilliant schauspielern können wie Kevin Spacey. Da ist Zoe Barnes, eine Journalistin, die irgendwie ein bisschen zu rasch in das ganze Geschehen eingewickelt wird und ein bisschen Teil hat an Franks Intrigen. Und dann ist da auch noch Franks Frau Claire, die eigentlich genauso berechnend und manipulativ ist wie Frank. Sie hilft ihm ein bisschen beim Lügen spinnen und hat Teil an den ganzen Intrigen, sogar teilweise als aktives Mitglied.
Die Serie war aber natürlich auch spannend. Irgendwie. ^^ Man wusste nie so wirklich, was gleich auf einen zukommt und was als nächstes passiert. Überraschende Handlungswendungen gab es mehrmals und der manipulative Frank hat immer wieder neue Ideen und neue Personen, die er terrorisiert.
Wenn man die Serie beendet, stellt sich die Frage, was die Macher damit ausdrücken wollten. Wollten sie zeigen, wie manipulativ man sein kann, wenn man etwas möchte? Oder wollten sie zeigen, wie planbar die Ploitik ist und dass sie oft nur aus Lügen besteht? Steht da überhaupt eine Absicht dahinter...?
Spannende Serie, allerdings muss man sich beim Anschauen sehr konzentrieren, deshalb nur vier Herzen. Kevin Spacey ist definitiv ein Highlight, er kann Franks Facetten einfach fantastisch zum Ausdruck bringen und ist mein Sympathieträger trotz der vielen rücksichtslosen Intrigen und Lügen. Die anderen Charaktere rücken dabei eher in den Hintergrund, schade eigentlich.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen